Liebe Villa-Kids, liebe Villa-Teens, liebe Eltern,
nicht jedes Kind entwickelt sich gleich.
Manche Kinder sind besonders sensibel, impulsiv, ängstlich, verträumt oder schnell überfordert. Manche Jugendliche erleben starken Leistungsdruck, ziehen sich zurück oder kämpfen mit Ängsten, Schlafproblemen, innerer Unruhe oder überwältigenden Gefühlen.
Viele Familien kommen irgendwann an einen Punkt, an dem sie spüren:
„Alleine schaffen wir das gerade nicht mehr.“
Wir begleiten Kinder, Jugendliche und ihre Familien bei emotionalen, sozialen, schulischen und entwicklungsbezogenen Herausforderungen – individuell, ressourcenorientiert und mit Blick auf ihre gesamte Lebenssituation.
Dabei ist es uns wichtig, nicht nur auf Symptome oder Diagnosen zu schauen, sondern Kinder und Jugendliche in ihrer Persönlichkeit, ihrer Geschichte und ihrem Umfeld zu verstehen.
Die folgenden Fallbeispiele zeigen typische Situationen, mit denen Familien sich an uns wenden.
Timo hat Probleme in der Schule
Timo ist 9 Jahre alt und besucht die 4. Klasse. Schon lange fällt ihm das Lesen und Schreiben schwer. Besonders ungeübte Diktate sind voller Fehler. Häufig sitzt er nachmittags stundenlang mit seiner Mutter an den Hausaufgaben.
Seit einiger Zeit wirkt Timo trauriger als früher. Mit seinen Freunden trifft er sich kaum noch und selbst das Fußballtraining, das ihm immer Freude gemacht hat, möchte er oft vermeiden.
Alina hat so oft Bauchschmerzen
Alina ist 11 Jahre alt. Vor einem Jahr haben sich ihre Eltern getrennt. Seitdem lebt sie gemeinsam mit ihrer Schwester bei ihrer Mutter und sieht ihren Vater alle zwei Wochen an den Wochenenden.
Seit einigen Monaten klagt Alina immer wieder über starke Bauchschmerzen. Häufig fehlt sie in der Schule. Nachts leidet sie unter Angstträumen und nässt seit einiger Zeit wieder regelmäßig ein. Die kinderärztlichen Untersuchungen haben keine körperliche Ursache ergeben.
Alinas Mutter spürt, dass es ihrer Tochter seelisch nicht gut geht, und macht sich große Sorgen.


John wird alles zu viel
John ist 15 Jahre alt und lebt gemeinsam mit seiner Mutter und seinen drei Geschwistern. Seinen Vater kennt er nicht. Vor einigen Monaten hat sich seine Freundin von ihm getrennt. Seitdem wirkt John zunehmend niedergeschlagen und zieht sich immer mehr zurück.
Schon seit der Grundschule fällt es ihm schwer, sich länger zu konzentrieren. Er lässt sich schnell ablenken und erlebt das Lernen oft als anstrengend und frustrierend. In den letzten Monaten haben sich seine schulischen Leistungen weiter verschlechtert, sodass John das Schuljahr voraussichtlich wiederholen muss.
Mittlerweile fühlt sich John häufig wie ein Versager. Er zweifelt stark an sich selbst und denkt manchmal darüber nach, wie es wäre, nicht mehr da zu sein.

Sarah hat Angst vor ihrer Angst
Sarah ist 17 Jahre alt. Vor einiger Zeit hatte sie plötzlich zum ersten Mal eine starke Panikattacke. Seitdem lebt sie in ständiger Angst davor, dass diese Gefühle jederzeit wieder auftreten könnten.
Mittlerweile traut sich Sarah kaum noch alleine aus dem Haus. Schon auf dem Weg zur Schule oder beim Einkaufen wird ihr plötzlich schwindelig, ihr Herz rast und sie bekommt schlecht Luft. In solchen Momenten hat Sarah große Angst, die Kontrolle zu verlieren oder zusammenzubrechen.
Die Angst bestimmt inzwischen immer mehr ihren Alltag. Sarah fühlt sich erschöpft und hilflos und wünscht sich vor allem, dass die Angst endlich aufhört.

Jara muss ständig erbrechen
Jara ist 19 Jahre alt. Seit vielen Monaten kreisen ihre Gedanken fast ununterbrochen um das Thema Essen. An manchen Tagen versucht sie, möglichst gar nichts zu essen und ihren Hunger zu kontrollieren.
Doch immer wieder kommt es zu Momenten, in denen Jara das Gefühl hat, die Kontrolle völlig zu verlieren. Dann isst sie große Mengen an Essen in sehr kurzer Zeit und kann kaum aufhören. Danach schämt sie sich sehr, fühlt sich angewidert von sich selbst und hat große Angst zuzunehmen.
Um dieses Gefühl wieder loszuwerden, erbricht Jara nach solchen Essanfällen. Sie fühlt sich zunehmend erschöpft, verzweifelt und gefangen in diesem Kreislauf.


Florian zwinkert immer
Florian ist 9 Jahre alt. Vor über einem Jahr fiel seinen Eltern erstmals auf, dass er häufig mit den Augen blinzelt. Anfangs war es nur das Zwinkern, inzwischen räuspert und hüstelt Florian zusätzlich immer wieder. An manchen Tagen wirken die Symptome kaum auffällig, an anderen nehmen sie deutlich zu.
Schon im Kindergarten beschrieben die Erzieherinnen Florian als freundlichen und liebenswerten Jungen, der jedoch oft sehr verträumt wirke und sich nur schwer über längere Zeit konzentrieren könne. Auch heute geht Florian nur ungern zur Schule.
Seine Klassenlehrerin berichtet, dass Florian im Unterricht häufig mit den Gedanken abschweift und vieles nicht mitzubekommen scheint. Seine Eltern machen sich Sorgen, weil Florian zunehmend unter der Situation leidet und sie nicht wissen, warum ihm vieles im Alltag so schwerfällt.

Marie isst nicht mehr
Marie ist 16 Jahre alt. Seit vielen Monaten haben ihre Eltern das Gefühl, dass es ihrer Tochter nicht gut geht. Inzwischen wissen sie, dass Marie kaum noch isst und immer mehr Gewicht verliert.
Zu Hause drehen sich viele Gespräche nur noch um das Essen. Immer häufiger kommt es zu Streitigkeiten, weil ihre Eltern große Angst um sie haben. Marie selbst zieht sich zunehmend zurück. Früher hat sie viel Zeit mit ihrer besten Freundin verbracht, mittlerweile sagt sie fast alle Verabredungen ab.
Marie wirkt traurig, erschöpft und in sich gekehrt. Mit ihren Eltern spricht sie kaum noch darüber, wie es ihr wirklich geht. Ihre Familie fühlt sich zunehmend hilflos und weiß nicht mehr, wie sie Marie erreichen kann.


Tayo wäscht sich ständig
Tayo ist 10 Jahre alt. Vor etwa einem Jahr begann er damit, sich nach dem Kontakt mit fremden Menschen oder Gegenständen immer häufiger die Hände zu waschen. Anfangs fiel das seinen Eltern kaum auf. Mittlerweile duscht oder badet Tayo jedoch mehrfach täglich.
Er hat große Angst vor Viren, Bakterien und Krankheiten. Mit dem Bus zur Schule zu fahren schafft er inzwischen nicht mehr, weil er sich dort „nicht sauber“ fühlt. Nach dem Unterricht verlangt er, von seiner Mutter mit dem Auto abgeholt zu werden.
Seine Eltern merken, dass Tayo zunehmend unter seinen Ängsten leidet. Er wirkt oft angespannt, traurig und zieht sich immer mehr aus seinem normalen Alltag zurück.
Simon vergisst so viel
Simon ist fast 8 Jahre alt und lebt seit seinem zweiten Lebensjahr bei seinen Pflegeltern. Seine leibliche Mutter konnte sich damals nicht ausreichend um ihn kümmern. Seinen Vater kennt Simon nicht.
Bereits während der Schwangerschaft war Simons leibliche Mutter stark belastet. Sie fühlte sich oft alleine, traurig und überfordert und trank in dieser Zeit regelmäßig Alkohol.
Im Alltag fällt Simon vieles schwer. Er vergisst Absprachen, verliert schnell den Überblick und wirkt häufig deutlich jünger als andere Kinder in seinem Alter. Manchmal reagiert er plötzlich sehr impulsiv und wird ohne erkennbaren Anlass wütend.
Seit seiner Einschulung haben die Schwierigkeiten deutlich zugenommen. Schule, Anforderungen und Veränderungen im Alltag überfordern Simon oft schnell. Auch seine Pflegeeltern fühlen sich zunehmend erschöpft und hilflos.
Sofie verweigert sich
Sofie ist 5 Jahre alt und kommt im nächsten Sommer in die Schule. Im Kindergarten spielt sie am liebsten gemeinsam mit ihren Freundinnen „Pferd“ und verbringt viel Zeit im freien Spiel.
Bei Mal-, Bastel- oder Schneideaufgaben verweigert Sofie jedoch häufig die Mitarbeit. Oft wirkt sie frustriert oder zieht sich zurück, wenn ihr feinmotorische Aufgaben schwerfallen. Auch ihre Aussprache ist noch deutlich undeutlich, sodass andere Kinder und Erwachsene sie nicht immer gut verstehen können.
Die Bezugserzieherin hat Sofies Eltern deshalb empfohlen, ihre Entwicklung genauer abklären zu lassen, damit Sofie vor dem Schuleintritt gezielt unterstützt werden kann.
Tessa ist es oft zu laut
Tessa ist 11 Jahre alt. Schon seit längerer Zeit fühlt sie sich in der Schule nicht mehr richtig wohl. Häufig kommt sie mit Kopfschmerzen nach Hause und wirkt erschöpft und überreizt.
Besonders in ihrer lauten Klasse fällt es Tessa schwer, sich zu konzentrieren. Arbeitsaufträge versteht sie oft nicht richtig oder kann sie unter dem Geräuschpegel nur schwer umsetzen. Dann fühlt sie sich schnell überfordert und zieht sich innerlich zurück.
Zu Hause in ruhiger Umgebung gelingt es Tessa deutlich besser, sich zu fokussieren und Aufgaben konzentriert zu bearbeiten. Am liebsten verbringt sie Zeit in der Natur mit ihrer Familie. Dort wirkt sie entspannt, fröhlich und wieder ganz bei sich.
Felix beißt
Felix ist 19 Monate alt und besucht seit knapp einem Jahr die Kita. Die Eingewöhnung verlief zunächst problemlos und Felix fühlte sich in seiner Gruppe wohl.
Nach der dreiwöchigen Sommerpause und Veränderungen in der Gruppenzusammensetzung begann Felix jedoch plötzlich, andere Kinder zu beißen. Mittlerweile passiert das fast täglich. Besonders in stressigen oder unübersichtlichen Situationen reagiert Felix schnell überfordert.
Seine Eltern sind sehr verunsichert und machen sich große Sorgen über das Verhalten ihres Sohnes. Gleichzeitig erleben sie, dass Felix selbst oft noch sehr klein wirkt und seine Gefühle oder Bedürfnisse sprachlich kaum ausdrücken kann.
Eylül spricht noch nicht
Eylül ist 3 Jahre alt und lebt gemeinsam mit ihrer alleinerziehenden Mutter. Einen Kindergarten besucht sie bisher nicht, da ihre Mutter Sorge hat, dass Eylül dort schnell überfordert sein könnte.
Eylül spricht bislang kein einziges Wort. Häufig reagiert sie nicht, wenn ihr Name gerufen wird, und scheint oft ganz in ihrer eigenen Welt zu sein. Auf dem Spielplatz zeigt sie nur wenig Interesse an anderen Kindern und beschäftigt sich stattdessen lange und intensiv alleine mit kleinen Steinen oder anderen Gegenständen.
Ihre Mutter macht sich zunehmend Sorgen um Eylüls Entwicklung und fragt sich, warum ihre Tochter so wenig Kontakt zu anderen Menschen sucht.
Tamina hat sich verändert
Tamina ist 12 Jahre alt. Vor einem Jahr reagierte sie nach einem Bienenstich plötzlich schwer allergisch und musste mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Seit diesem Erlebnis hat sich Tamina stark verändert.
Früher war sie fröhlich und unbeschwert, inzwischen wirkt sie oft angespannt und unruhig. In der Schule fällt es ihr schwerer, sich zu konzentrieren, und manchmal beginnt sie ohne erkennbaren Anlass zu weinen.
Nachts leidet Tamina häufig unter Albträumen und wacht schweißgebadet auf. Die Nachmittage verbringt sie fast nur noch am Handy oder Tablet. Sobald sie eine Biene, Fliege oder sogar einen Schmetterling sieht, reagiert sie panisch und läuft schreiend davon.
Ihre Eltern haben das Gefühl, dass Tamina sich seit dem Vorfall kaum noch sicher fühlt und immer mehr Angst entwickelt hat.
Kjell fühlt sich dumm
Kjell ist 10 Jahre alt. Seit einigen Wochen weigert er sich morgens aufzustehen und möchte nicht mehr zur Schule gehen. Auslöser war eine schlechte Mathearbeit, obwohl er zuvor gemeinsam mit seiner Tante viel geübt hatte.
Seitdem sagt Kjell immer häufiger, dass er „dumm“ sei und Lernen sowieso keinen Sinn habe. Seine Mutter erlebt ihn zunehmend traurig, mutlos und schnell frustriert.
Bereits in der ersten Klasse war seiner Lehrerin aufgefallen, dass Kjell große Schwierigkeiten im Umgang mit Zahlen und Mengen hat. Während andere Kinder Rechenwege schnell verstehen, fällt es Kjell schwer, mathematische Zusammenhänge dauerhaft zu erfassen. Mit jedem weiteren Misserfolg verliert er mehr Vertrauen in sich selbst.
Emma funktioniert nur noch
Emma ist 13 Jahre alt und besucht ein Gymnasium. In der Schule gilt sie als freundlich, ruhig und sehr leistungsstark. Lehrkräfte beschreiben Emma als angepasst, zuverlässig und unauffällig. Zu Hause erleben ihre Eltern jedoch ein anderes Bild. Nach der Schule ist Emma oft völlig erschöpft, zieht sich zurück oder reagiert gereizt und emotional. Schon kleine Veränderungen im Alltag bringen sie schnell aus dem Gleichgewicht. Häufig sitzt sie stundenlang an den Hausaufgaben, weil sie Angst hat, Fehler zu machen. Obwohl Emma nach außen gut funktioniert, hat sie innerlich ständig das Gefühl, nicht genug zu sein. Ihre Eltern fragen sich zunehmend, warum ihrer Tochter scheinbar alles so viel Kraft kostet.
Mateo verliert die Freude am Tennis
Mateo ist 16 Jahre alt und spielt seit seinem neunten Lebensjahr leistungsorientiert Tennis. Früher war Tennis seine große Leidenschaft. Mittlerweile fährt Mateo jedoch häufig mit Bauchschmerzen zu Turnieren und wirkt schon Tage vorher angespannt und gereizt.
Nach Niederlagen zieht er sich komplett zurück und spricht kaum noch mit seinen Eltern. In der Schule fällt es ihm zunehmend schwer, sich zu konzentrieren. Abends kann Mateo oft nicht einschlafen, weil er gedanklich ständig bei Training, Leistung und Erwartungen ist.
Seine Eltern erleben, dass ihr Sohn immer erschöpfter wirkt und zunehmend die Freude an dem verliert, was er eigentlich liebt. Gleichzeitig hat Mateo große Angst davor, andere zu enttäuschen oder „nicht gut genug“ zu sein.
Mentale Gesundheit im Nachwuchs- und Leistungssport
Leistungssport im Kindes- und Jugendalter kann junge Menschen in ihrer Entwicklung stärken und fördern. Gleichzeitig entstehen häufig hohe emotionale, mentale und schulische Anforderungen. Themen wie Leistungsdruck, emotionale Stabilität, Regeneration, Selbstwert und der Umgang mit Stress spielen dabei eine wichtige Rolle.
In unserer Praxis begleiten wir Kinder, Jugendliche und Familien auch bei psychischen und emotionalen Belastungen im Kontext von Nachwuchs- und Leistungssport. Dabei stehen unter anderem Wettkampfdruck, Schlafstörungen, emotionale Belastungen, Konzentrationsprobleme, psychosomatische Beschwerden sowie der Umgang mit Stress und hohen Erwartungen im Vordergrund.
Die MKG Tennis-Akademie wurde von Marc-Kevin Goellner gegründet, ehemaliger deutscher Davis-Cup-Spieler und langjähriger ATP-Profi. Seine Erfahrung aus dem internationalen Spitzensport prägt die Arbeit der Akademie bis heute.
Im Rahmen unseres Engagements im Nachwuchsleistungssport unterstützen wir die Arbeit der Akademie als Sponsor und setzen uns für einen stärkeren Blick auf mentale Gesundheit und gesunde Entwicklung im jungen Leistungssport ein.
Mentale Stärke entwickelt sich nicht nur im Wettkampf, sondern auch durch emotionale Sicherheit, Regeneration und gesunde Beziehungen.










